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        Schon das dritte Jahr durften unsere Studenten eine erfüllte und gesegnete Woche mit Uli Hees (EE München) erleben. An den Vormittagen unterrichtete er, wie man Menschen unserer Zeit das Evangelium nahe bringen kann. Die, die letztes Jahr schon dabei waren, zeigten sich sehr erstaunt, dass es gar nicht langweilig war. Uli brachte viel neues und sei-ne Dynamik wirkte ansteckend. An den Nachmittagen ging es dann immer mehr zur Sache. Zunächst durften die Studenten nur mitgehen und ihre Lehrer bei den Gesprächen beobachten. Jeden Tag wurde ihnen etwas mehr übergeben – ein persönliches Zeugnis, ein Teil vom Evangelium. Als wir am Samstag  Abend zusammensaßen und die Woche Revue passieren ließen, konnten wir unserem Gott nur danken für das, was ER in erster Linie an unseren Studenten getan hatte.
Zeugnisse der Teinehmer am EE-Kurs Mai 2010
                                                                                                                                          Robert Kramer           

  •  Petru Timofte
            "Trotzdem ich den EE-Kurs letztes Jahr schon einmal mitgemacht haben, konnte ich viele neue Dinge lernen, die mir bei den Gesprächen mit den Menschen auf der Straße sehr geholfen haben. Mich persönlich hat es sehr ermutigt, dass uns sogar die Menschen, mit denen wir sprachen, ermutigten, das weiter zu tun. Mehrmals hatte ich das Vorrecht, dass mir sowohl junge als auch ältere Menschen ganz tiefen Einblick in ihr persönliches Schicksal gaben. Die Botschaft von der Liebe Gottes, die ich ihnen dann weitergeben durfte, hat sie oft bis zu Tränen gerührt und bewegt. Diese  Erlebnisse haben mir Mut gemacht, auf Menschen zuzugehen. Ich sehe sie jetzt mit anderen Augen – als Verlorene, die die Liebe Gottes verzweifelt nötig haben."

                   

  • Marius Cerghezan
            "Diese Unterrichtswoche mit dem EE-Kurs war einizidartig und sehr interessant für mich. Zusammen mit meinen Mitstudenten und unseren Lehrern konnte ich Christus auf der Fußgängerzone in Hermannstadt bezeugen. Die meisten meiner Kollegen, hatten zunächst Furcht, auf die Leute zuzugehen. Bei mir war das nicht der Fall. Im Gegenteil, mir schein es etwas ganz normales und vertrautes, mit Menschen auf der Straße über Gott zu reden. Ich glaube, dass Gott mir diese Woche meine persönliche Gabe gezeigt hat: die des Evangelisten. Mir fällt dieses persönliche Gespräch mit Leuten leichter, als das Predigen in einer Gemeinde. Wenn ich den Menschen, die ihn noch nicht kennen, Christus bezeugen kann, dann fühle ich mich erfüllt. Meine Motivation ist: Ich bin gerettet!"

                     

  • Alex Sasu
          "Die persönliche Evangelisation ist eine große Herausforderung für mich und wird es auch bleiben. Jeder neue Tag auf den Straßen Hermannstadts war ein neuer Glaubensschritt für mich – wie für Petrus, der auf dem Wasser ging und den Herrn um Hilfe bat. Ich bat ihn um Kraft und die richtigen Worte für den Menschen, denen ich  begegnen würde und denen ich den Herrn nahebringen wollte. Jetzt bin ich so froh und kann Gott nur loben, dass ich gemeinsa m mit ihm die Barriere der Furcht und Ängstlichkeit überwinden konnte. Ich halte es für ein großes Vorrecht, dass ich ihn kenne und dass er aus mir Sünder ein angenommenes Kind seiner Familie gemacht hat. Das möchte ich auch in Zukunft anderen weitergeben.."

                   

  • Simona Neagu
          "Beim Evangelisieren auf der Straße treffe ich auf zwei Kategorien von Menschen: die einen, die ja sagen, um dich schnell loszuwerden und die anderen, die nein sagen, aber eine Menge Probleme und Fragen mit sich herumschleppen. Jetzt hängt alles davon ab, wie du dich ihnen näherst."

                         

  • Lidia Soldan
         "Als ich die Studenten des letzten Lehrganges hörte, wie begeistert sie von der Möglichkeit der Evangelisation mit Hilfe der Meinungsumfrage erzählten, konnte ich es kaum abwarten, selbst diesen Kurs zu machen. Ich wollte selbst sehen, wie es ist,  mit Menschen in Beziehung zu  kommen, die interessiert sind von Gott zu hören. Diese Möglichkeit hat Gott mir durch die vergangene Woche gegeben. Ich habe in dieser Woche verschiedene Personen getroffen: gläubige, zweifelnde, niedergedrückte und einige mit einer Sehnsucht nach der Beziehung zu  Gott. Wenn ich ehrlich sein soll, dann hatte ich Momente, in denen ich aufgeben wollte. Ich hatte den Eindruck, diese Art der Evangelisation ist etwas für theologisch besser ausgebildete. Am  Ende danke ich Gott, dass er mit ganz besondere Menschen an die Seite gestellt hat, die mich in diesen schwierigen Momenten ermutigt haben. Nach all diesen Erfahrungen, wo ich Gottes Geist am Werk sehen durfte, kann ich ihm nur danken. Er hat meine Konzeption von Evangelisation völlig verändert. Ich bin voller Vertrauen, dass Gott jeden einfachen Menschen gebrauchen kann, wenn er nur in enger Beziehung mit ihm lebt.."

                   

  • Andreea
          "Diese Woche war für mich ein unvergessliches Erlebnis. Durch den EE-Kurs konnte ich erleben, wie Gott an meinem Herzen arbeitet und mir die Augen öffnet für das große Bedürfnis nach ihm. Ich habe Menschen weinen sehen, nachdem wir ihnen die Frohe Botschaft weitergegeben hatten. Wir sind Menschen begegnet, die der Satan gebunden hat und die verzweifelt nach Gott suchen und ihn nicht finden. Gott hat mir eine Last aufs Herz gelegt, für die Menschen zu beten, mit denen wir gesprochen haben. Ich möchte die eines Tages im Himmel wiedersehen."

                 

  • Emanuela Necula
          "Auch für mich waren die Erlebnisse der hinter uns liegenden Woche  einzigartig. Mir  hat es gefallen und mir gefällt es, mit den Menschen über unseren Herrn Jesus Christus zu sprechen. Sicher, auch für mich bilden Furcht und Ängstlichkeit ein großes Hindernis in dieser Arbeit. Ich glaubte immer, Zeuge zu sein ist nur etwas für Männer – aber es ist nicht so. Ich fühle mich so befriedigt. Zu unserer Verwunderung haben uns selbst etliche ungläubige ermutigt, weiterhin mit Menschen über Gott zu sprechen. Ich habe bemerkt , wie sehr die Menschen uns brauchen. Ich werde nicht zurückschrecken, so schwer es auch werden mag. Ich weiß, ich bin nicht allein, der Herr Jesus ist mit mir!

                                         Missionseinsatz Craiova

           

      Am Sonntag fuhren wir als ganze Gruppe in eine Großstadtgemeinde im Süden unseres Landes. Für den Nachmittag hatten wir die Jugendlichen eingeladen, mit uns in den Stadtpark zu kommen, um mit ihnen gemeinsam den Oltenern von Jesus zu erzählen. Der Jugendleiter befragte uns recht skeptisch und meinte dann: „Na, das funktioniert vielleicht bei euch in Siebenbürgen, hier bestimmt nicht. Die Leute sind verschlossen, ablehnend und übersättigt. Schließlich gibt es schon 11 evangelikale Gemeinden in der Stadt. Sie werden euch zurückweisen, vielleicht sogar verfluchen.

                               
      Mit gemischten Gefühlen fuhren wir zum Park, trafen uns dort mit den Jugendlichen und erklärten ihnen unser Anliegen. Dann gingen wir in Dreiergruppen, mit der Meinungsumfrage „bewaffnet“ und auf alles gefasst, los. Doch schon nach den ersten Gesprächen bemerkten wir eine große Offenheit, ja einen Durst nach Gott. Mit vielen jungen Menschen konnten wir sehr tiefgehende Gespräche über ihr derzeitiges Leben und über ihre Ewigkeit führen, manchmal sogar beten.

                                       

      Andere kamen uns hinterher und baten uns direkt, doch auch mit ihnen zu sprechen. Viele Ungläubige ermutigten uns, dass wir weitermachen sollten, weil heute sonst niemand mehr mit Menschen über Gott spricht. Ich persönlich war überrascht über die Klarheit, mit der einige junge Leute verstanden, dass sie keine Chance haben, zu Gott zu kommen. Gleichzeitig war da eine große Hilflosigkeit bei der Frage, wie man ewiges Leben bekommen kann.

                                         

     Bei solchen Gesprächen wird mir jedes Mal bewusst, welche Gnade es ist, das persönlich zu wissen und anderen weitersagen zu dürfen. Als wir uns nach zwei Stunden am Eingang wieder trafen, waren alle Gruppen erfüllt mit großer Freude über die vielen möglichen Gespräche. Besonders die Leute aus Craiova strahlten und dankten uns für die Provokation.

 
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